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Wie man Steine verdaut

In mir ist eine tiefe Ruhe und ein großer Frieden.

Momentan glaube ich, dass diese Ruhe, diese starke Ruhe und dieser Frieden in mir ausreichen, um mit Vielem fertig zu werden. Diese Ruhe habe ich letzte Woche in meinem Tagebuch als „weit entfernten See in mir“ beschrieben, und es scheint tatsächlich so zu sein – keine sprudelnde Quelle, sondern ein ruhiger See, der unterirdisch gespeist wird und den ich nicht verliere.

Es ist, als schlage ich die Steine, die sich mir auf Magen und Seele legen wollen, in etwas Fluffiges, Glattes, Weiches und Weißes ein, etwa wie geschlagener Eischnee.
Dieses „Weiße“ ist sehr sanft nach außen hin, so dass es mich nicht verletzt – im Innen aber tobt ein schrecklicher Kampf, denn das Weiße zersetzt die Steine und macht sie, wenn schon nicht zu einem schmackhaften Nahrungsmittel, so doch zu etwas, dass ich vollends herunterschlucken und verdauen kann.

Die Nährstoffe, das sind die Lehren und die Selbsterkenntnis, die ich aus den Steinen gewinnen kann, speichere ich ab; das Unverdauliche aber, der Selbsthass, die Traurigkeit und die Selbstvorwürfe –  sie gehen verloren und werden abgestoßen. (Vielleicht heißt ja genau das: „Wie ein erwachsener Mensch mit etwas umgehen“?)

Aus meinen Morgenseiten, 22. März 2013

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Neuer „Stash“ – und Blogaward!

Hallo alle zusammen!

Eigentlich war dieser Blogeintrag ja schon für letzten Samstag geplant, aber dann hat mich das Wochenende so aus der Bahn geworfen, dass ich nicht dazu gekommen bin, bzw. keinen Kopf dafür hatte … Ja nun.

Zuerst einmal wollte ich ein paar Bilder zeigen, nämlich von meinem aktuellen Tagebuch und dann von zwei neuen Notizbüchern, die ich mir gekauft habe … Vielleicht ist das für den einen oder die andere ganz interessant. Ich mag sowas nämlich immer sehr gerne.

Das hier ist mein aktuelles Tagebuch. Eigentlich müsste es „Frankenstein-Tagebuch“ Weiterlesen

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17 Jahre ich

Als ich vor zwei, drei Wochen wieder damit begann, richtig viel zu schreiben, kam es einem kleinen Schock gleich, als ich begriff, dass ich seit 17 Jahren Tagebuch schreibe.

Natürlich weiß ich, wie viele Notizbücher Weiterlesen

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„Sie schreiben aber klein!“

Letzte Woche hat ein Mitarbeiter einer anderen Firma, die momentan bei uns beschäftigt ist, meine Schrift kommentiert, als er was an meinem Schreibtisch machen musste und meine Notizzettel sah.

„Na, SIE ham aber ’ne kleine Schrift!“

„Ich weiß“, habe ich geantwortet, und bin meine Wasserflasche wegbringen gegangen.

Mich stört das. Seit ich denken kann meinen alle möglichen Leute, meine Handschrift kommentieren zu müssen, und immer heißt es: „Boah, schreibst du klein!“

Was soll das? Ich käme niemals auf die Idee, auf einen handgeschriebenen Notizzettel zu schauen und dann Sachen zu sagen wie: „SO schreibst du? Das kann doch niemand lesen!“, oder: „Na, für jemanden, der schon so lange aus der Grundschule raus ist wie du, ist das aber ganz schön krakelig …“

Ich mag meine Handschrift, ich liebe sie. Ich schreibe so viel mit der Hand, fülle Seite um Seite meiner Tagebücher, Morgenseitenbücher. Ich schreibe Gebete auf, Geschichten, Gedichte, Träume und Phantasien, ich zupfe mir farbige Gedanken aus meinem Kopf und mische sie in das Alltagsgrau.

Ich ersinne Charaktere, erfinde Personen und phantastische kleine Geschöpfe, die vor Persönlichkeit so sehr strotzen, dass sie fast von selbst aus den Seiten hervorklettern, sich zwischen den Zeilen erheben. Ich liebe meine Handschrift. Sie ist persönlich und wunderschön.

Diejenigen, die nur die „winzige Größe“ bemängeln, sehen die winzigen Bögen und Schnörkel nicht, aus denen sie besteht. Sie sehen nicht, wie hübsch die einzelnen Buchstaben sind, jeder einzigartig, einander ähnlich und doch nicht gleich. Dass es einen Unterschied macht, ob ein „h“, ein „m“ oder ein „n“ am Wortende steht ~ oder mittendrin. Dass ich keine geraden Gedankenstriche mache, sondern kleine Schlängel. Die kleinen Schnörkel beim „A“, beim „z“ und beim „h“. Für all das sind sie blind.

Es ist eben wie sonst im Leben auch: Die Leute sehen nicht richtig hin und schauen nur oberflächlich.

Aus meinem Tagebuch

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Fledermaus-Benni und Maja

Sooo … Nach einer einjährigen Abstinenz melde ich mich auch mal wieder zurück!

Hallo alle zusammen. 😀

Im letzten Jahr bin ich nicht viel zum kreativen Schreiben gekommen – es standen einfach zu viele letzte Hausarbeiten an, ganz zu schweigen von meiner Abschlussarbeit. Weil ich den so entstehenden Druck nicht noch vergrößern wollte, habe ich mich entschlossen, eine längere Blogpause einzulegen. Die Abschlussarbeit ist übrigens mittlerweile seit Ende September abgegeben und somit werde ich wohl dieses Jahr (falls nicht noch irgendetwas dazwischenkommt) mit meinem Studium fertig. 😀

Weil die Studienzeit so schön war (das war sie tatsächlich!), habe ich beschlossen, noch ein bisschen was dranzuhängen und beginne denn nun in Kürze meine Promotion. Ich freue mich wahnsinnig darauf, das Thema (im Fach Kirchengeschichte) ist spannend, es gibt kaum jemanden, der sich in den letzten fünfzig Jahren damit auseinandergesetzt hat und somit habe ich viel Platz, um meine eigenen Gedanken zum Thema ausbreiten und halbwegs ungestört forschen zu können, ohne dass man sich durch ganze Bibliotheken voller bereits vorhandener Sekundärliteratur schlagen muss.

Geschrieben habe ich im letzten Jahr natürlich trotzdem: Morgenseiten, Tagebuch (natürlich!), Blogeinträge für ein anderes großes Hobby, das mittlerweile viel Zeit einnimmt und Gebete, die ich, anstatt sie abends »nur« zu sprechen, aufsschreibe. Ansonsten war es ziemlich still, eine Anthologie ist jetzt allerdings doch noch erschienen – mehr dazu aber in einem späteren Blogeintrag.

Obwohl ich mich also (bis auf zwei Ausnahmen) an keiner Ausschreibung oder Ähnlichem beteiligt habe, möchte ich das ab diesem Herbst wieder ändern: Einerseits will ich endlich mal wieder am NaNoWriMo teilnehmen (und dieses Mal auch tatsächlich eine längere Story versuchen), andererseits mit einem Beitrag zur BA-Arbeit der wunderbaren Mo: Die wird nämlich für ihren Abschluss eine Anthologie auf die Beine stellen und die dort enthaltenen Kurzgeschichten illustrieren. Das Thema ist »Liebe wie Gurkensushi« und handelt von Beziehungen im Allgemeinen und im Besonderen.

Nachdem ich also gestern einige alte Dokumente geöffnet und mal geguckt habe, was ich zu dem Thema so auf Lager habe, fiel mein Blick auf den schönen Anfang der Geschichte »Fledermaus-Benni«.

»Fledermaus-Benni« erzählt die Geschichte zweier Kinder, nämlich Benni (oh Wunder) und Maja, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird. Benni und Maja sind so unterschiedlich, wie man sich das nur vorstellen kann. Was die beiden verbindet, ist ihre Rolle als Außenseiter: Während Maja laut und extroviertiert ist und sowohl ihre Eltern als auch ihre Mitschüler und Lehrer immer wieder mit ungewöhnlichen Einfällen und ihrer überschäumenden Phantasie irritiert, ist Benni der zurückgezogene Naturforscher, der Schwierigkeiten hat, sich für sich selbst einzusetzen und Konflikten im Allgemeinen lieber aus dem Weg geht. Es geht um Individualität, Freundschaft (na klar) und nicht zuletzt den Mut, anders zu sein als die anderen.

Ich für meinen Teil bin schon sehr gespannt, was aus den beiden wird – Maja tanzt mir bereits sehr plastisch vor den Augen, und eventuell (das müsste ich mit Mo absprechen) kann ich auch an dieser Stelle ein bisschen erzählen, wie es mit den beiden weitergeht …

Ich schicke euch mal sonnige, warme Grüße von meinem Schreibtisch aus und sage dann: Bis bald!

Eure Julia 😀

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Die Seepferdchenkönigin ist da!

Es ist soweit: »Voll in die Fresse«, die Anti-Gewalt-Anthologie des Renata Rollfinke Verlags, ist erschienen!

Cover der Anthologie »Voll in die Fresse« des RVV

Ein ganzer Karton voll Bücher – die Antho ist da!

In dieser Anthologie sind 23 Kurzgeschichten deutscher und österreichischer Autoren versammelt, die sich alle mit dem Thema »Gewalt« beschäftigen. Sie handeln von Mobbing, sexuellem Missbrauch, Gruppenzwang, Fremdenhass, Ausländerfeindlichkeit und Gewalt in der Familie.

»Die Seepferdchenkönigin« habe ich nicht speziell für diese Anthologie geschrieben. Wer den Blog gelesen hat, wird sich erinnern, dass ich sie erst bei zwei anderen Ausschreibungen einsenden wollte – aber keine davon erschien passend. Es war keine einfache Geschichte. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie furchtbar es sein kann, wenn man gemobbt wird, und ich weiß auch, dass es manchmal gar nicht so einfach ist, dem etwas entgegenzusetzen.
Beim Schreiben war es mir deshalb besonders wichtig, dass Marissa nicht weinerlich rüberkommt. Ich wollte nicht auf die Tränendrüse drücken. Ich hoffe, das ist mir gelungen.

Das Buch eignet sich übrigens auch für Eltern, Lehrer, Jugendgruppenleiter … Kurzum: Alle, die viel mit Jugendlichen zu tun haben! Denn besonders denen kann es manchmal helfen, eine Story zu lesen, durch die sie merken: »Ich steh‘ mit meinem Problem nicht alleine da.«

Und weil das Beste zum Schluss kommt: Leser des Buches haben die Möglichkeit, einen ebook-Reader zu gewinnen! 😀

Wer mag, kann das Buch über die Verlagsseite oder bei mir bestellen! 😀 Es kostet 13,20€. Für jedes verkaufte Buch spendet der Verlag 1€ an die SOS Kinderdörfer.

Ich wünsche euch einen fröhlichen Nikolaustag!
Eure Julia

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What’s up?

  1.  Gestern Abend hat meine Testleserin mir ihre Meinung zu »Weber der Zeit« gemailt. Im Endeffekt sagt sie, ich soll alles neu schreiben (Änderung der Perspektive), aber die Kritik war so toll, dass ich ihr einfach nicht böse sein kann und das innerhalb der nächsten Tage in Angriff nehmen will.
  2. Es ist irre schön draußen, warm und sonnig. Die Vögel singen, es riecht nach Sommer und irgendjemand in der Nachbarschaft mäht den Rasen. (Das muss so sein. In unserem Viertel gibt es eine stillschweigende Vereinbarung unter allen, die irgendwie an eine Wiese kommen, dass pro Tag mindestens ein Rasenmäher zu hören sein muss, solange es warm ist. Das Brummen und Knurren ist Standart-Soundtrack des Sommes und ähnlich unabdingbar wie die x-te Auflage des »Like ice in the sunshine«-Songs bei Eiswerbung im Kino.)
  3. Ich brauche ganz dringend ein paar freie Tage …
  4. … und einen neuen Ort, wo ich schöne Notizbücher (kein Moleskin!) zu vernünftigen Preisen bekomme.

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Massenhaft UFOs

Neenee, keine Angst. Auch wenn man fast jeden Tag auf WordPress mindestens einen Blog zu diesem Thema hat (oder über Kornkreise, das Ende der Welt, Botschaften aus dem All) … Solche Ufos meine ich nicht. :mrgreen:

»UFO« kann auch etwas völlig anderes bedeuten, »Unfinished Object« nämlich. Das ist etwas, das noch nicht fertig ist, das kann eine Socke sein, ein angefangenes Bild oder eine Collage …

Und weil sich auch bei mir massenhaft UFOs stapeln, habe ich jetzt den Entschluss gefasst, die nach und nach abzuarbeiten.
Um mir einen ersten Überblick zu verschaffen, habe ich also alle unfertigen Geschichten in einen extra Ordner auf meinem PC gepackt, und dann zwecks besserer Transportmöglichkeiten ausgedruckt. Damit es mehr Spaß macht, auf farbigem Papier. Das sieht  dann so aus:

Da kann selbst »Mars Attacks!« nicht gegen anstinken

Das sind bei weitem nicht alle, aber irgendwo musste ich anfangen. Jede einzelne Farbe steht für ein bestimmtes Genre; von links nach rechts sind das:

– Erotik (rot)
– Popliteratur (orange)
– Lyrik (gelb)
– Zwischendrintexte (hellgrün)
– Fantasy (dunkelgrün)
– Belletristik (hellblau – also alles, was nicht in eines der anderen Genres passte)
– Kindergeschichten (blau)
– Ideen (hellrosa)
– Schweinehundgeschichten (rosa)

Eine der Fantasygeschichten (»Weber der Zeit«) liegt gerade bei einer Testleserin, die Schweinehundgeschichten sind zum Teil zur Hälfte fertig. Ganz schön viel – aber wie gesagt, nach und nach werde ich mir jeweils einen Text vornehmen und den dann zu Ende schreiben.
Ich freu mich schon … Ach so, irgendwann nächste Woche kommt dann auch »Müdigkeit« als neues Notizbuchfragment. 😀

Ich wünsche euch allen ein wunderschönes Wochenende!  Geht raus und genießt die Sonne! 😀

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