Langeweile

Wargel und Grumpfi hockten auf einem Baumstumpf.
»Es ist so langweilig!«, seufzte Wargel und brach ein Stück Borke vom Baum.
»Nichts ist los!«, maulte Grumpfi und kaute an einem Ast.
»Genau«, jammerte Wargel, »Nie passiert irgendwas! Immer dasselbe!«
Beide schwiegen einen Moment.

»Was sollen wir machen?«, fragte Wargel schließlich und schluckte eine Handvoll Kieselsteine.
»Wir gehen zum Fluss«, sagte Grumpfi.
»Oh ja«, meinte Wargel.
Und das taten sie auch.

Der Fluss war reißend und sehr breit und sehr tief. Wargel und Grumpfi blieben am Flussufer stehen und schauten in die dunklen Fluten.
»Hier ist es auch langweilig«, klagte Wargel nach einer Weile und fraß einige Erdklumpen. Grumpfi sagte gar nichts; er war auf eine hohe Föhre geklettert und fing sich einige Fliegen.

Schließlich wurde es dunkel. Grumpfi kletterte vom Baum hinunter und hockte sich auf einen großen Stein.
Wargel war eingeschlafen. Grumpfi rollte sich neben Wargel zusammen und steckte die Nase unter sein Schwänzchen.

Am nächsten Morgen machten sich Wargel und Grumpfi auf den Rückweg zu ihrer Höhle.

Und beide hatten furchtbares Bauchweh.

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