Wandernde Gedanken

Heute schreibe ich langsam. Meine Gedanken wandern frei umher und der Stift stolpert tapsig und taumelig hinterdrein. »Wartet auf mich!«, keucht er, »Wartet auf mich! Hey …!«

Doch die Gedanken hören ihn einfach nicht.

Nicht aus Boshaftigkeit, sondern weil sie mit großen träumenden Augen durch die Graslandschaft meiner Gedanken schreiten, hier einen Stein hochheben und dort ein paar große Blätter …

Sie bestaunen die hohen, dicht wachsenden Pflanzen am Wegesrand und die vereinzelten, schimmernden Blüten im grünlila Moos meines Geistes.

Sie hören den Stift nicht, der hinter ihnen herruft und –stolpert, weil sie viel zu sehr damit beschäftigt sind, ihre eigenen Wege zu gehen.

Eine Antwort zu “Wandernde Gedanken

  1. Pingback: Langsam, aber sicher …! | Notizbuchfragmente

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