Archiv der Kategorie: Projekte

Träume und Pläne

 

 

Wenn ich viel schreibe, träume ich viel. Am nächsten Morgen schreibe ich meine Träume in meinen Morgenseiten auf.

Vor ein paar Tagen habe ich beschlossen, meine Träume aus allen Notizbüchern  in einem Traumtagebuch zu sammeln.

Entschieden habe ich mich für dieses hier:

Ich glaube zwar nicht an den ganzen esoterischen Rattenschwanz, der Träumen und Traumtagebüchern bisweilen anhaftet, aber ich will wissen, ob es Themen und Personen gibt, die immer wieder auftauchen. Außerdem nutze ich Träume gerne als Inspirationsquelle.

Das Motiv ist viellecht ein bisschen kitschig, aber ich finde, es passt. Ich habe beschlossen, mit meinem ersten Morgenseitenbuch und dem Tagebuch aus dieser Zeit anzufangen und habe deshalb Post-Its an die entsprechenden Stellen geklebt.

Dabei sind mir viele, viele schöne Stellen aufgefallen, die ich schon vergessen hatte, kluge Gedanken, überbordende Freude und großer Enthusiamus.

Heute regnet es leise, die Vögel singen und es ist friedlich … Ich trinke Kamillentee gegen die leichten Halsschmerzen und das Naselaufen und werde gleich die ersten Eintragungen machen.

Und dann werde ich heute „Nikodemus Bär“ überarbeiten – dessen Geschichte möchte ich nämlich dieses Jahr bei einem Literaturagenten unterbringen. 😀

 

Ich wünsche euch einen wunderschönen Sonntag!
Eure Julia

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Fledermaus-Benni und Maja

Sooo … Nach einer einjährigen Abstinenz melde ich mich auch mal wieder zurück!

Hallo alle zusammen. 😀

Im letzten Jahr bin ich nicht viel zum kreativen Schreiben gekommen – es standen einfach zu viele letzte Hausarbeiten an, ganz zu schweigen von meiner Abschlussarbeit. Weil ich den so entstehenden Druck nicht noch vergrößern wollte, habe ich mich entschlossen, eine längere Blogpause einzulegen. Die Abschlussarbeit ist übrigens mittlerweile seit Ende September abgegeben und somit werde ich wohl dieses Jahr (falls nicht noch irgendetwas dazwischenkommt) mit meinem Studium fertig. 😀

Weil die Studienzeit so schön war (das war sie tatsächlich!), habe ich beschlossen, noch ein bisschen was dranzuhängen und beginne denn nun in Kürze meine Promotion. Ich freue mich wahnsinnig darauf, das Thema (im Fach Kirchengeschichte) ist spannend, es gibt kaum jemanden, der sich in den letzten fünfzig Jahren damit auseinandergesetzt hat und somit habe ich viel Platz, um meine eigenen Gedanken zum Thema ausbreiten und halbwegs ungestört forschen zu können, ohne dass man sich durch ganze Bibliotheken voller bereits vorhandener Sekundärliteratur schlagen muss.

Geschrieben habe ich im letzten Jahr natürlich trotzdem: Morgenseiten, Tagebuch (natürlich!), Blogeinträge für ein anderes großes Hobby, das mittlerweile viel Zeit einnimmt und Gebete, die ich, anstatt sie abends »nur« zu sprechen, aufsschreibe. Ansonsten war es ziemlich still, eine Anthologie ist jetzt allerdings doch noch erschienen – mehr dazu aber in einem späteren Blogeintrag.

Obwohl ich mich also (bis auf zwei Ausnahmen) an keiner Ausschreibung oder Ähnlichem beteiligt habe, möchte ich das ab diesem Herbst wieder ändern: Einerseits will ich endlich mal wieder am NaNoWriMo teilnehmen (und dieses Mal auch tatsächlich eine längere Story versuchen), andererseits mit einem Beitrag zur BA-Arbeit der wunderbaren Mo: Die wird nämlich für ihren Abschluss eine Anthologie auf die Beine stellen und die dort enthaltenen Kurzgeschichten illustrieren. Das Thema ist »Liebe wie Gurkensushi« und handelt von Beziehungen im Allgemeinen und im Besonderen.

Nachdem ich also gestern einige alte Dokumente geöffnet und mal geguckt habe, was ich zu dem Thema so auf Lager habe, fiel mein Blick auf den schönen Anfang der Geschichte »Fledermaus-Benni«.

»Fledermaus-Benni« erzählt die Geschichte zweier Kinder, nämlich Benni (oh Wunder) und Maja, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird. Benni und Maja sind so unterschiedlich, wie man sich das nur vorstellen kann. Was die beiden verbindet, ist ihre Rolle als Außenseiter: Während Maja laut und extroviertiert ist und sowohl ihre Eltern als auch ihre Mitschüler und Lehrer immer wieder mit ungewöhnlichen Einfällen und ihrer überschäumenden Phantasie irritiert, ist Benni der zurückgezogene Naturforscher, der Schwierigkeiten hat, sich für sich selbst einzusetzen und Konflikten im Allgemeinen lieber aus dem Weg geht. Es geht um Individualität, Freundschaft (na klar) und nicht zuletzt den Mut, anders zu sein als die anderen.

Ich für meinen Teil bin schon sehr gespannt, was aus den beiden wird – Maja tanzt mir bereits sehr plastisch vor den Augen, und eventuell (das müsste ich mit Mo absprechen) kann ich auch an dieser Stelle ein bisschen erzählen, wie es mit den beiden weitergeht …

Ich schicke euch mal sonnige, warme Grüße von meinem Schreibtisch aus und sage dann: Bis bald!

Eure Julia 😀

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Der geplatzte Knoten

Yeah! Es ist kaum zu glauben, dass schon wieder so viel Zeit seit dem letzten Blogeintrag vergangen ist … Aber dafür ist hier auch einiges passiert.

Erstmal kommt innerhalb der nächsten Wochen die Anti-Gewalt-Anthologie »Voll in die Fresse« des RVV heraus Weiterlesen

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Massenhaft UFOs

Neenee, keine Angst. Auch wenn man fast jeden Tag auf WordPress mindestens einen Blog zu diesem Thema hat (oder über Kornkreise, das Ende der Welt, Botschaften aus dem All) … Solche Ufos meine ich nicht. :mrgreen:

»UFO« kann auch etwas völlig anderes bedeuten, »Unfinished Object« nämlich. Das ist etwas, das noch nicht fertig ist, das kann eine Socke sein, ein angefangenes Bild oder eine Collage …

Und weil sich auch bei mir massenhaft UFOs stapeln, habe ich jetzt den Entschluss gefasst, die nach und nach abzuarbeiten.
Um mir einen ersten Überblick zu verschaffen, habe ich also alle unfertigen Geschichten in einen extra Ordner auf meinem PC gepackt, und dann zwecks besserer Transportmöglichkeiten ausgedruckt. Damit es mehr Spaß macht, auf farbigem Papier. Das sieht  dann so aus:

Da kann selbst »Mars Attacks!« nicht gegen anstinken

Das sind bei weitem nicht alle, aber irgendwo musste ich anfangen. Jede einzelne Farbe steht für ein bestimmtes Genre; von links nach rechts sind das:

– Erotik (rot)
– Popliteratur (orange)
– Lyrik (gelb)
– Zwischendrintexte (hellgrün)
– Fantasy (dunkelgrün)
– Belletristik (hellblau – also alles, was nicht in eines der anderen Genres passte)
– Kindergeschichten (blau)
– Ideen (hellrosa)
– Schweinehundgeschichten (rosa)

Eine der Fantasygeschichten (»Weber der Zeit«) liegt gerade bei einer Testleserin, die Schweinehundgeschichten sind zum Teil zur Hälfte fertig. Ganz schön viel – aber wie gesagt, nach und nach werde ich mir jeweils einen Text vornehmen und den dann zu Ende schreiben.
Ich freu mich schon … Ach so, irgendwann nächste Woche kommt dann auch »Müdigkeit« als neues Notizbuchfragment. 😀

Ich wünsche euch allen ein wunderschönes Wochenende!  Geht raus und genießt die Sonne! 😀

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Vieeele schöne Punkte …

Hallo! 😀

Die letzten zwei Wochen waren arbeitsintensiv. Ich schreibe wieder viel – morgens, abends und mittags.

  • Die Notizbuchfragmente beginnen sich langsam zu stapeln, ich fange an, meine Morgenseiten- und Notizbücher durchzusehen und Dinge anzumarkern, die ich verwerten möchte. Es ist viel mehr als erwartet … Und das ist ein tolles Gefühl. 😀
  • Ich habe zwei Gedichte geschrieben! Das eine heißt »Lieben wir, so lieben wir uns ganz«, das andere trägt den Titel »HERR, bitte lass mich mutig sein«.  Wie man unschwer erraten kann, ist das eine ein Liebesgedicht, das andere religiös.
  • Eine Hausarbeit, die ich schon seit … lange … mit mir herumschleppe, wird langsam, aber sich fertig! Das wird jetzt auch wirklich Zeit. Immerhin melde ich mich gerade zur zweiten mündlichen Masterprüfung an …
  • Gestern habe ich die Krieger-Ausschreibung des Torsten-Low Verlages entdeckt! Ich hoffe, das mir etwas einfällt, denn meine letzte Fantasygeschichte ist ja schon einiges her. 😀
  • Der kleine Schweinehund hat sich ein neues Bilderbuch gekauft. Also werde ich in den nächsten Tagen etwas übers Vorlesen schreiben. Habt ihr Lust?
  • Ach ja – und eine neues Notizbuchfragment gibt es auch! Eigentlich war es als Anfang für eine kurze Geschichte gedacht, ist aber dann am Anfang stecken geblieben. Ich mag es trotzdem … Viel Spaß mit der Erkältung! :mrgreen:

Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende! Ich werde an euch denken, wenn ich arbeiten bin …

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Im Rausch oder Über die Begeisterung für wissenschaftliches Schreiben

Die letzten zwei Wochen waren nur auf dem Terminkalender »frei«. Tatsächlich war ich in letzter Zeit so oft in der Bibliothek wie lange nicht mehr. Und: Ich liebe es.
Ich hatte fast vergessen, wie großartig es ist, umgeben von Regalen und dem dunkelgrünen Teppich, der wahrscheinlich noch aus der Gründerzeit der Bibliothek (also aus dem 60ern) stammt, an einem der Tische zu sitzen, einen riesigen Stapel Bücher vor mir, und dann nach Beweisen für meine These zu suchen, hier zu blättern und dort nachzuschlagen, zu entscheiden, ob man dieses oder jenes Buch hinunter zum Kopierer schleppt …

Ich weiß, das klingt irre. Aber es macht riesigen Spaß!
Wer den letzten Kommentar auf meiner Seite gelesen hat, weiß, dass meine Begeisterung vom letzten Referat kommt, das ich gehalten habe. Nach jedem Referat gab es (wie üblich in Seminaren) Rückmeldungen von den anderen Teilnehmern; und es hagelte Lob und ehrliche Komplimente.

Seitdem habe ich wieder richtig, richtig Lust am wissenschaftlichen Schreiben gefunden, und die Tatsache, dass sich aus den letzten Semestern einiges angesammelt hat, macht mir keine Angst mehr, sondern ist der schieren Begeisterung gewichen, mich in den nächsten Monaten wirklich mit Themen beschäftigen zu dürfen, die mich interessieren, mich in den Diskurs einzubringen … Herrlich.

Wissenschaftliches Schreiben ist anders als Belletristik zu schreiben. Kurzgeschichten und Gedichte sind Herz, mit einem Teil für den Kopf, weil der Plot ja doch irgendwie geplant und durchdacht werden muss. Das meiste ist bei mir Herzblut, Gefühl, Intuition, sich-Hineinfallen-lassen-in-die-Geschichte-und-in-den-Protagonisten ….
Wissenschaftliches Schreiben ist genau umgekehrt: Kopf, mit ein bisschen Herzblut dabei. Der Kopf ist wichtig, weil ich akkurat und genau sein muss. Besonders wichtig ist es, die Argumentationslinie klar zu kriegen, Begriffe vernünftig zu definieren, damit der Leser jederzeit weiß, wo er gerade ist und wovon ich gerade spreche. Herzblut ist beigemischt, weil ich von dem, was ich schreibe, fasziniert und begeistert bin. Mittlerweile übrigens immer. Ich schreibe nicht mehr über Themen, die mich überhaupt nicht interessieren.

Wissenschaftliches Schreiben verschafft mir ähnliche Befriedigung wie eine gut laufende Kurzgeschichte: Ich stehe morgens auf, packe meine Sachen, fahre in die Uni, suche mir einen Platz zum Arbeiten und tauche ab.

Ich habe mich dafür entschieden, mit dem kürzesten Projekt auf meiner Liste anzufangen: Eine Arbeit zum Thema Reformation und die Rolle der Frau (bzw. die Funktionalisierung der Geschlechter durch und in der Reformation). Kann sich ja jemand was drunter vorstellen – wenigstens ansatzweise? Jedenfalls habe ich die letzten anderthalb Wochen damit verbracht, stundenlang an besagten Tischen zu sitzen, Sekundärliteratur zu sichten, zu kopieren und zusammenzufassen und mich langsam zu fragen, ob ich das alles wirklich auf der abgesprochenen Seitenzahl unterbringen könne …

Trotzdem: Der nächste Artikel kommt. Ehrlich. Und ich werde mich einem Thema widmen, das für jeden Autoren immens wichtig ist: Die Promotion seiner Bücher. Oder der Anthologien, in denen er vertreten ist. Schaut wieder rein … 😀

P.S.: Heute, nach dem Gespräch mit der betreuenden Dozentin, dann das, was ich insgeheim schon vermutet hatte: Ich habe tatsächlich mehr abgebissen, als ich auf 15-20 Seiten durchkauen kann. :mrgreen:
Egal – hab ich halt einiges nur für mich gelesen. Das wird mich nicht umbringen. Die Arbeit wird jetzt einfach in abgespeckter Version geschrieben, und ich habe mehr Zeit für die anderen Themen, die anstehen. YEAH!

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Wünsche für euch und Arbeit für mich

Diese Woche ist voll.
Richtig voll.

Deshalb habe ich mich bisher auch noch nicht wieder gemeldet, denn momentan muss ich

  • meine Kurzgeschichte »Kein Anschluss« reisefertig machen (bis morgen)
  • ein Referat über die zwei biblischen Schöpfungsaufträge und dem verantwortungsvollen Umgang damit (speziell im Zusammenhang mit Gentechnik) vorbereiten (bis Mittwoch) und
  • einen Kurzessay über Dietrich Bonhoeffers Rechtfertigungslehre (Stichwort: »billige Gnade« vs. »teure Gnade«) schreiben (bis Donnerstag).

Wohin ich die Kurzgeschichte schicke, möchte ich übrigens noch nicht verraten; das ist erstmal geheim. Zu den letzten beiden Themen könnte ich viel erzählen, allerdings weiß ich nicht, ob das so wahnsinnig interessant ist. 😉

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Das neue Projekt: »Silberschmuck und totes Herz« (AT)

Seit einiger Zeit bin ich wieder mit dem Schreiben einer neuen Kurzgeschichte beschäftigt. Wobei »neu« ein relativer Begriff ist; die ersten Sätze stammen vom  16. Februar (das weiß ich auch nur deshalb so genau, weil ich meine Notizbucheinträge datiere). 😉

Seit ca. Ende Oktober schreibe ich aber regelmäßig an ihr – und es geht langsam, aber stetig voran. Das ist meistens so.
Meine Kurzgeschichte beginnen mit einem oder mehreren Sätzen in meinem Kopf. Habe ich sie niedergeschrieben, kommt der Rest portionsweise nachgeträufelt – manchmal, während ich schreibe, manchmal auch erst, wenn ich sie einige Zeit in Ruhe lasse. Es ist ein bisschen wie Erich Kästners Beschreibung für Ideen in »Emil und die Detektive«.

Außerdem hängt das Schreibtempo von den Protagonisten ab.
In »Glasklar« zum Beispiel hat Markus irre viel über sich erzählt. Irrelevante Sachen. Interessant, klar, für jemanden, der Fragebögen mag (und ich mag Fragebögen) – aber alle geschichtsrelevanten Einzelheiten  musste ich ihm aus der Nase ziehen.
Kathrin, die Protagonistin der »Narbe«, war so schüchtern, dass ich ihr einen kräftigen Schubs geben musste (Jojo übrigens auch. Ein Glück, dass sie Jojo hat …).
»Animal« hatte ich eigentlich als Charakterstudie angefangen – die Protagonisten waren dann aber schon so lebendig, dass sich die Story um sie herum entwickelt hat. Sogar am Stück, ausnahmsweise.
Bei »Joyce« war es schwieriger, weil er sich generell nicht gern in die Karten gucken lässt. Deshalb ist diese Geschichte auch nicht mehr rechtzeitig fertig geworden.
Marissa, meine »Seepferdchenkönigin«, war auch ganz schön kompliziert, aber das lag eher daran, dass ihre Geschichte »richtig« erzählen musste, um ihr gerecht zu werden.

Die jetzige Kurzgeschichte – die den Arbeitstitel »Silberschmuck und totes Herz« trägt – ist wieder anders. Ich habe die Atmosphäre eingefangen, aber meine (noch namenlose) Protagonistin verkriecht sich vor irgendetwas, und es ist irre schwer, sie in den Plot zu ziehen. Einfach, weil sie noch nicht so genau weiß, was mit ihr los ist.

Aber: Geduld ist alles. Und das aktuelle Lockmittel für sie (das übrigens auch dazu beiträgt, dass ich mit der bisherigen Geschichte sehr zufrieden bin) stelle ich im nächsten Posting vor. 😉

Ach so: »Silberschmuck und totes Herz« ist übrigens für die Ausschreibung »Fantastische Bibliotheken« des Torsten Low Verlags gedacht. Ich liebe Bücher. Und Bibliotheken auch. Wer neugierig geworden ist, sollte unter »Projekte« auf diesem Blog suchen (oben in der Leiste) – dort ist auch der Link zum Verlag zu finden. 😀

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Protagonistische Geschlechtsumwandlung

Vor ein paar Tagen habe ich gelesen, dass die Protagonisten in Kinder- oder Bilderbüchern größtenteils männlich sind.
Überhaupt scheint dort immer noch die klassische Rollenverteilung zu herrschen: Mädchen sind meistens passiv, und die Jungs erleben die ganzen Abenteuer. Bei den Eltern bietet sich auch ein 50er-Jahre Bild: Mama kocht und putzt, und Papa kommt von der Arbeit.

Bei der Geschlechterverteilung in üblichen Kinderbüchern dachte ich nur : Naja, das ist ja alt.
Was mich aber wirklich überraschte, war die Tatsache, dass in Kinderbüchern, in denen es nur um Tiere geht, die Rate der männlichen Protagonisten noch höher ist. So um die 80%! Verrückt, oder? Ist mir vorher nie aufgefallen ….

Und als ich dann meine Kindergeschichten überdachte, die in der Tierwelt spielen, musste ich feststellen: Jo. Auch bei mir gibt es bis auf zwei Ausnahmen nur männliche Namen.

Und deshalb habe ich mich entschieden, den Protagonisten in »Vogel-frei« einer Geschlechtsumwandlung zu unterziehen. Der kleine Kater Krispin heißt also ab heute nicht mehr Krispin, sondern … Tja. Das muss ich noch überlegen.

Grüblerische Grüße …

P.S.: Angeregt durch den Artikel hatte ich anschließend eine hochinteressante Diskussion, in der es generell um Familienkonstellationen in Kinderbüchern geht (auch für Kleine). Und siehe da: Bücher wie »Willi Wiberg« oder die »Oma und Frieder«-Reihe von Gudrun Mebs warten durchaus mit alleinerziehenden (Groß-)Elternteilen auf …

P.P.S.: Wie viele Kinderbuchprotagonistinnen gibt es denn jetzt bei Kinderbüchern für Kleine? Ich kam auf zwei: Mama Muh und die kleine Hexe. Bücher wie »Pippi Langstrumpf«, »Die rote Zora« und »Hexe Lilli« hab ich mal rausgelassen, die sind ja auch schon zum Selberlesen … Weiß jemand noch mehr?

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