1667

Manch einer wird sich gewundert haben, warum auf dem Blog seit fast zwei Wochen nichts mehr passiert ist.

Der Grund ist: Es ist NaNo.
Und falls Sie sich jetzt fragen: »Was zum Deibel IST denn der, die oder das NaNo?«, dann kann ich Ihnen helfen.😉

Also: NaNo (eigentlich NaNoWriMo) steht für National Novel Writing Month, also den Nationale Romanschreibe-Monat, um es ein bisschen brachial zu übersetzen. Initiiert wurde er von Chris Baty, der sich 1999 dazu entschloss, in 30 Tagen ein Buch zu schreiben. Mit dabei waren ein paar Leute aus seinem Freundes- und Bekanntenkreis, aber schon im folgenden Jahr wurde das ganze Projekt größer und größer.
Heute ist der NaNoWriMo ein internationales Ereignis, das jedes Jahr mehrere hunderttausend Schreibbegeisterte anzieht, die einfach mal ausprobieren wollen, ob sich ein Roman tatsächlich in 30 Tagen schreiben lässt.

Die Regeln für den NaNo sind ganz einfach: Ziel ist es, am 30. November 50.000 Wörter geschrieben zu haben – heruntergebrochen sind das pro Tag ungefähr 1667. Was man schreibt, ist relativ egal, die meisten schreiben Romane (oder versuchen sich zumindest daran), einige schreiben Kurzgeschichten, Dramen, Memoiren oder alles Mögliche andere.
Was man schreibt, zählt auch gar nicht so viel: Wichtig ist, dass man schreibt, und zwar regelmäßig und zügig, so dass der vielzitierte »Innere Lektor« gar keine große Chance hat, an dem, was man schreibt, groß zu meckern. Viel wichtiger als die großen stilistischen Würfe mit anschließendem Nobelpreis sind der Spaß am Schreiben und der Austausch mit Gleichgesinnten aus aller Welt oder der näheren Region.

Es ist aufregend. Es ist verdammt anstrengend.
Und für jemanden, der im November die größte Anzahl an Geburtstagen im Kalender stehen hat, kann es richtig verzwickt werden.

Nachdem ich im letzten Jahr versucht habe, jeden Tag eine kleine Kindergeschichte zu schreiben (eine davon ist »Peregrin Pinguin«) und mir das nach ca. zwei Wochen das Genick brach (es ist einfach zu anstrengend, sich fast jeden Tag eine neue Story mit neuem Protagonisten, etc. auszudenken), habe ich mich dieses Jahr dazu entschlossen, einfach nur frei zu schreiben.

Das heißt, ich schreibe meine Notizbuchfragmente ab oder tippe einfach das in eine Datei, was mir gerade durch den Kopf geht. Sollte eine Geschichte dabei herauskommen – gut. Falls nicht – egal. Üben wollte ich damit
– Kondition beim Schreiben
– Regelmäßiges Schreiben (und zwar viel, keine halbe Seite)
– Selbstdisziplin (die mir meiner Ansicht nach noch zu sehr abgeht) und
– Mut, Neues auszuprobieren (das kann ja in keinem Fall schaden).

Bisher bin ich mit dem Verlauf des Novembers sehr zufrieden, ich habe bereits über 35.000 Wörter geschrieben, weder eine Sehnenscheideentzündung, noch schwerwiegende psychische Schäden davongetragen und bin von mehreren Notizbuchfragmenten sehr angetan.

Entstanden sind unter anderem bisher:
– eine Erotikszene
– eine Orts-, bzw. Situationsbeschreibung
– der Anfang einer Popliteraturgeschichte, sowie
– der Anfang einer SciFi-lastigen Geschichte.

Drücken Sie mir die Daumen, dass es weiterhin so entspannt läuft und kommen Sie bald wieder! Der nächste Zwischendrintext kommt bestimmt …

P.S.: Wer mehr über den NaNo erfahren möchte, sollte sich hier umsehen – Wikipedia ist zwar im wissenschaftlichen Kontext nicht zitierfähig, leistet in diesem Falle aber gute Dienste.😉

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